Schüler eilen geschäftig durch die Gänge. Klassenzimmer werden dekoriert. Oh, hatten wir das nicht schon einmal? Ja schon, aber diesmal waren wir es, die nervös ein letztes Mal über die Karteikarten schauten.

In der Woche vom 2. September bis zum 6. September 2019 stellte die Klassenstufe 12 wieder einmal ihre Studienarbeiten vor. Eine besondere, aber auch stressige Zeit, denn schließlich war es nun für uns das erste Mal, dass wir ein selbstgewähltes wissenschaftliches Thema vor interessierten Lehrern und Schülern der gesamten Schule präsentierten.

Die Vorbereitungen liefen schon in den ersten Tagen des neuen Schuljahres auf Hochtouren. Eine schriftliche Arbeit, an der man ein halbes Jahr lang intensiv gearbeitet hatte, galt es nun, in einen Vortrag von 30 Minuten zu kürzen. Räume wurden dekoriert und vorbereitet, Thesen  formuliert und Begleitlehrer zu allen Details der Präsentation befragt. Eine fesselnde Einleitung musste gefunden, spannende Fakten von langweiligen Daten getrennt und aussagekräftige Bilder gesucht werden. Nebenbei standen auch noch andere wichtige Entscheidungen für uns an, wie zum Beispiel die Wahl der Prüfungsfächer.

Als es am Montag, dem 2. September, für mich und meine Partnerin endlich soweit war, lagen die Nerven blank. Das ganze Wochenende hatten wir gemeinsam geübt und jede mögliche Situation durchgesprochen. Trotzdem wuchs die Nervosität mit jeder Stunde, die wir unserer Präsentation näher kamen. Als sich die Aula dann zu füllen begann, zahlreiche erwartungsfrohe Augenpaare auf uns lagen und unsere Begleitlehrerin, Frau Dr. Hintz, das Start-Nicken gab, ging es los. Mit dem ersten gesprochenen Wort war plötzlich alle Nervosität verflogen und die Präsentation schien wie von allein zu laufen. Es war ein tolles Gefühl, das Thema der eigenen Studienarbeit, zu dem man mittlerweile eine ganz besondere Beziehung aufgebaut hatte, interessierten Zuhörern näher zu bringen. Die halbstündige Präsentation, die in unserem Fall auf 40 Minuten verlängert wurde, ging viel schneller vorbei als erwartet. Als der Schlussapplaus einsetzte, waren wir schon fast ein bisschen traurig, dieses Kapitel auf dem Weg zu unserem Abitur nun abzuschließen.

Nora Winge – Klasse 12