und dennoch Stolz auf “meine” Jungs. Mit einem guten Gefühl fuhr ich am Freitag Abend nach dem Kreisfinale im Basketball auf meinem Rad nach Hause. In der Auslosung über die Spielfolge hatte ich beim Losziehen etwas Glück. Wir konnten uns erst einmal die Gegner anschauen, um uns eine Taktik auszudenken. Recht schnell stellte sich aber heraus, dass wir wohl weder gegen das Gymnasium Coswig, noch gegen das Luisenstift eine wirkliche Chance haben werden. Beide Mannschaften verfügten über mehrere Vereinsspieler und besonders die Coswiger erwiesen sich als eingespieltes Team. Obwohl sich das Luisenstift lange gegen die überlegenen Coswiger wehrte, ihre Niederlage konnten sie nicht verhindern. So glaubten wir, wenn überhaupt, können wir nur die “Luise” mit unserer reinen Schulmannschaft schlagen. Klare Fehlanalyse! Wir gingen sang- und klanglos ein, verloren ganz klar. Viele Fehlabspiele, übereilte Würfe und wenig Selbstvertrauen als schnelle Ursachenforschung. Im zweiten Spiel gegen Coswig hoffte ich zumindest nicht auf ein Debakel. Nach der ersten Halbzeit fühlte ich mich wie im falschen Film. 8:0 nicht für Coswig, sondern wir konnten durch eine konsequente Abwehrleistung und schnelle Konter das Spiel bestimmen. Es ist unglaublich, wie schnell ein einziges Spiel als Lernprozess gelten kann. Alle Fehler im Spiel gegen die “Luise” konnten wir weitgehend abstellen. Besonders Niels Förster und Niklas Claußnitzer sprangen über ihren Schatten und überwanden ihre Fehler aus dem ersten Spiel. Bester Einzelspieler für mich war Malte Lauterbach. Immer wieder erstaunlich, wie er  als kleinerer Spieler den Ball behauptet und das Spiel lenkt. Halbzeit 2  stellte sich Coswig besser auf unser Spiel ein, legten scheinbar ihre Überheblichkeit ab und führten 30 s vor Schluss mit 13:12. Als die letzten 5 s gezählt wurden, setzte Niklas zum Wurf an und versenkte das “Ding” im Korb. Sieg gegen den Favoriten. Ich sprang wohl aus dem Stand so hoch wie lange nicht …

Am 6.4.20 erfolgt nun der Start im Regionalfinale. Es wird ein Heimspiel, da es in der Lößnitzhalle stattfindet.

Zur Mannschaft gehörten Franz Taubert, Lucas Brandow, Daniel Töpfer, Finn Himmelrath, Johannes Tix und Frieder Meffert.

Sport frei-

Ullrich Sültmann