Hättest du gewusst, dass in der Dresdner Kanalisation ca. 1 Million Ratten leben, dass das meiste Mikroplastik im Klärwerk von Reifen und Kunstrasenplätzen stammt oder in der Schweiz jährlich ca. 40 kg Gold im Abwasser landen? Nein?

Dann hättest du wie wir in der Woche des Besuchs unserer 19 Schweizer Gäste viel gelernt.
Und damit nicht genug, denn unser Programm war dieses Jahr besonders vielfältig und kreiste, wie bereits bei unserem Besuch im Februar in der Schweiz, um das Thema „Vivre au bord d’un fleuve: Die Ressource Wasser in Zeiten des Klimawandels an Rhône und Elbe“.

Neben dem Rundgang durch das Dresdner Klärwerk, einem gemeinsamen Nachmittag im Kino und einem Abend mit den Gasteltern und leckerem Buffet im Krokofit war vor allem unser zweitägiger Ausflug in die Sächsische Schweiz ein ganz besonderes Highlight. In Hinterhermsdorf stieg die erste Grillparty des Jahres, und es blieb bei einer Übernachtung viel Zeit für Gespräche und ein besseres Kennenlernen. Nach einer kurzen Nacht mit einer für einige unvergesslichen Nachtwanderung machten wir uns auf ins Nationalparkzentrum Bad Schandau.

Dort erwarteten uns zwei Workshops, bei denen wir die Gewässerqualität der Kirnitzsch untersuchten und auf einer Wanderung viel über die Entstehung des Elbsandsteingebirges lernten, das ja auf beeindruckende Weise durch Wasser geformt wurde und wird. Der Entdeckergeist war selbst bei den Müdesten geweckt! Aus der Kirnitzsch wurden, für alle überraschend, eine ganze Menge interessante und unter dem Mikroskop ein wenig schaurig aussehende Tierchen gefischt. Damit wurde bestätigt, dass die Kirnitzsch zu den ganz wenigen Fließgewässern in Sachsen mit guter Wasserqualität gehört.

Am Abschlusstag ging es noch in die goldene Stadt an der Moldau – Prag. Doch auch die ereignisreichste Woche war irgendwann zu Ende. Der Abschied fiel diesmal besonders herzlich aus und man merkte allen am Bahnhof Dresden-Neustadt an, dass die Gruppe in dieser Woche wirklich zusammengewachsen war.

Ein Dank gilt allen Gasteltern und allen Kolleginnen und Kollegen, die den Austausch tatkräftig unterstützten.

KH