Lößnitzgymnasium
Radebeul

Schüleraustausch mit einer Schule in Frankreich

Liebe Leserinnen und Leser,

leider war der Schüler-Austausch zwischen unserem Gymnasium und dem collège „Paul Esquinance“ aufgrund fehlender Lehrkräfte und Schüler/innen auf französischer Seite nicht mehr aufrechtzuerhalten. Wir konnten uns von 2011-2016 6x im März treffen, und jedes Mal waren wir begeistert, waren die Schüler glücklich, und haben wir uns aufs nächste Jahr gefreut. Es ist nicht so einfach, wieder eine neue Schule in Frankreich zu finden, wir sind aber auf der Suche und hoffen darauf, bald wieder einen Austausch anbieten zu können. Die nachfolgenden Texte sollen an die letzte Reise im März 2016 erinnern.

La Réole ist eine kleine Stadt im Département Gironde, im Südwesten Frankreichs und liegt am Fluss Garonne, ca. 60km südöstlich von Bordeaux. Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 besteht, aufgrund einer privaten Initiative von Eltern eines Schülers des Lößnitzgymnasiums, unser Schüleraustausch mit dem collège „Paul Esquinance“.

Unsere Schüler sollen die Gelegenheit bekommen, sich intensiv mit der französischen Sprache zu beschäftigen, ihre bereits erworbenen Sprachkenntnisse anzuwenden und zu verbessern und sich somit positiv interessiert am Französischunterricht der Schule einzubringen. Ziel dabei soll sein, dass die Schüler die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im familiären und auch schulischen Ablauf kennenlernen. Darüber hinaus ist es natürlich wünschenswert, dass Freundschaften geschlossen werden, die weit über diesen Austausch hinausgehen und halten. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, durch geplante Ausflüge und Exkursionen die Region „Gironde“ und regionale Eigenheiten kennenzulernen.

Der Schüleraustausch ist so organisiert, dass ausgewählte Französischschüler der Klassen 7-10 unsere Schule jedes 2. Schuljahr nach La Réole fahren und im Gegenzug deutschlernende Schüler aus La Réole uns in Radebeul besuchen. Die Schüler leben während des Aufenthaltes in den Familien ihrer Austauschpartner, nehmen am Tagesablauf ihres Partners teil, sie besuchen also auch den Unterricht oder unternehmen in ihrer Gruppe verschiedene Ausflüge in der Region. Der Austausch findet für 10 Tage statt, wobei je 2 Tage für die Hin- und Rückfahrt eingeplant werden.

Unsere nächste Reise nach Frankreich ist für die Zeit vom 08.-18.03.2016 geplant.

Schülerberichte

Als ich mich für den Schüleraustausch bewarb, war ich mir zuerst gar nicht sicher, ob ich überhaupt eine Austauschschülerin bekomme. Doch ich hatte Glück, und mir wurde eine sehr nette Schülerin zugeteilt. Ich war sehr überrascht, denn Zaïna war alles recht, sie hat sich über nichts beklagt oder sich geweigert und war an vielem interessiert. Die Frage, ob es ihr gefallen hat, wurde eigentlich immer mit “Ja” beantwortet. Auch das Wandern am Wochenende in der Sächsischen Schweiz fand sie gut. Ebenso mochte sie die Aktivitäten, die sie in Radebeul in ihrer Gruppe unternahm. Ein Nachteil war, dass manche Ansagen der Lehrer aufgrund der Gruppengröße nicht überall deutlich verstanden werden konnten. Außerdem war es meiner Meinung nach ziemlich schwierig, immer pünktlich zum Unterricht zu erscheinen, da einige Male die Anfangszeiten der Franzosen und der Deutschen gleich waren, obwohl wir in unterschiedlichen Schulhäusern begannen. Trotz alledem war der Austausch sehr schön und leider viel zu kurz. Ich freue mich jetzt schon darauf, Zaïna in einem Jahr in Frankreich besuchen zu dürfen, da ich bis jetzt noch nicht in Frankreich war. Steffi Drescher, Klasse 9/2

Ich habe mich für den Frankreichaustausch beworben, da ich es gut finde, die Sprache, die man in der Schule lernt, auch mal real zu hören bzw. zu sprechen. Zudem finde ich, dass Französisch sehr schön klingt. Außerdem freue ich mich jetzt umso mehr auf unseren Frankreichurlaub in den Sommerferien, da ich auch noch nie da war. Ich finde, es ist ein gewisser Ansporn, sich im Französischunterricht anzustrengen, um dann in Frankreich möglichst gut französisch zu sprechen. Ich denke, es ist auch sehr spannend, in der Schulzeit zu seinem Austauschpartner nach La Réole zu fahren, was ich nächstes Jahr auch gerne tun würde. In Görlitz fand ich schön, dass wir Zeit in kleinen Grüppchen allein hatten. Allerdings ist unsere Gruppe am Anfang erstmal in die komplett falsche Richtung gelaufen. Im Nachhinein mussten wir dann ziemlich darüber lachen. Den Irrgarten davor in Kleinwelka fand ich zu lang, denn manche haben die Geduld ein bisschen verloren. Wir haben uns immer gefreut, wenn der eine etwas Schwieriges gesagt hat, und der andere es verstanden hat. So hat mich zum Beispiel gewundert, dass “picknicken” von “pique-niquer” kommt. Am Donnerstag nach der Ankunft hatte meine Austauschschülerin Geburtstag, und wir haben eine Fahrradtour unternommen und sind die Spitzhaustreppen hochgestiegen. Am Wochenende waren wir dann am Blauen Wunder und in Dresden Neustadt bei “Made by You”. Ich glaube, unsere Französin hat sich wohl in unserer Familie gefühlt, wenn sie auch am Anfang ein bisschen schüchtern war. Letztendlich hatten wir aber eine schöne Zeit und vor allem viel Spaß. Insgesamt fand ich das Programm toll, und ich würde es jederzeit wieder machen. Ein bisschen ungünstig finde ich, dass der Austausch nur über 7 Tage geht, aber man je 2 Tage unterwegs ist. Das ist aber wahrscheinlich leider nicht zu ändern, da man ansonsten zu viel Unterrichtsstoff verpasst. Emma Bokern, Klasse 8/3

Mein Name ist Nikolai. Ich habe mich für den Frankreichaustausch beworben, weil ich etwas erleben wollte. Ich finde, dies ist ein Erlebnis. Auch ein Grund ist, da ich schon mal in Frankreich war, und dieses Land eine tolle Gesellschaft hat, fahre ich immer wieder gern dort hin- und jetzt noch mit Klassenkameraden und Austauschschülern. Das muss doch toll sein. Deswegen würde ich doch gern mit nach Frankreich fahren. Ich hatte immer Spaß am Austausch. Mein Austauschschüler war auch sehr nett. Und die anderen Schüler waren auch sehr nett. Ich habe mich gewundert, warum alle Franzosen kleiner sind als ich. Die Ausflüge fand ich auch immer toll. Natürlich waren wir auch mit der Familie unterwegs. Wir waren in Lauchhammer im Kohlegebiet an einem Industriedenkmal, der dortigen Förderbrücke für Kohleindustrie. Mit 3 Schulfreunden waren wir in der Sächsischen Schweiz und Longboard fahren. So hatte sich mein Partner sehr wohl bei uns gefühlt, was er auch immer wieder betonte: Er wolle nicht mehr nach Hause. Das fand ich schon toll. Und die Gruppenausflüge fand er auch toll. Ich würde nur diesen Gruppenausflug nach Görlitz früher machen. Da erst dort die Gruppe in sich zusammenwuchs. Ich denke, die Zeit wäre noch schöner, wenn man sich schon früher bei so einem Ausflug besser hätte kennenlernen können. Nikolai Lindackers, Klasse 8/3

Ich habe mich für den Französisch-Austausch beworben, weil ich noch nie in Frankreich war und somit keine Gelegenheit hatte, französisch mit einem Franzosen zu sprechen. Durch den Austausch habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Mir hat nicht gefallen, dass mein Austauschpartner so schüchtern und unhöflich war. Er hatte jeglichen Kontakt verweigert, obwohl ich mit ihm französisch, englisch und etwas deutsch gesprochen habe. Unser Franzose hat sich aber nach seiner Auskunft bei uns sehr wohl gefühlt. Gewundert hat mich, dass mein Austauschschüler keine Zahnbürste dabei hatte, und dass er jede Nacht in Jeans geschlafen hat. Am Wochenende waren wir mit unserem Austauschschüler Benjamin in den Technischen Sammlungen. Außerdem haben wir ihm ein Einkaufszentrum, den Elbepark, gezeigt. Am Sonntag haben wir uns dann mit meinen Freunden und deren Austauschpartnern auf dem Spielplatz zum Tischtennis spielen getroffen. Das Programm hat mir sehr gut gefallen, da man auch zu anderen Austauschpartnern Kontakt aufnehmen konnte. Diese waren dann kontaktfreudiger und auch sehr nett. Ich möchte auf jeden Fall mit nach La Réole, aber nicht zu meinem Partner. Ich möchte nicht zu ihm, weil ich mich auch mit jemanden unterhalten und eine gute Zeit dort verbringen möchte. Erik Tesche, Klasse 9/2

Ich habe mich für den Austausch beworben, weil ich es interessant finde, zu sehen und zu hören, wie man französisch spricht, wenn man aus Frankreich kommt. Ich war noch dort und würde deswegen gerne zu meinem Austauschschüler nach La Réole fahren. Mir hat an dem Austausch sehr gefallen, dass wir am Wochenende selbst entscheiden konnten, was wir mit unserem Austauschschüler machen, und ich fand das Bowlen eine coole Idee. Gewundert habe ich mich, dass die Franzosen nicht so gut Englisch konnten. Sehr cool war, dass Nikolai und ich mit den Franzosen am Nachmittag öfter Longboard gefahren sind, und sie das noch gar nicht kannten, aber sehr mochten. Am Samstag waren wir mit Nikolai, Niklas, Ferdinand und ihren Franzosen wandern, am Sonntag waren Valentin und ich im Schwimmbad. Valentin und ich haben uns ganz gut verstanden, deshalb glaube ich, er hat sich ganz gut gefühlt. Mir hat das Programm an sich gefallen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, der Irrgarten in Kleinwelka war am Anfang gut, aber dann sind unsere Franzosen immer weggelaufen, und dann haben wir nicht mehr nur den Ausgang gesucht. Justus v. Hodenberg, Klasse 8/3

Ich habe mich für den Austausch beworben, weil ich mal etwas Neues erleben wollte. Außerdem war ich noch nie in Frankreich, und ich dachte mir, dass es eine gute Möglichkeit ist, mein Französisch etwas aufzubessern. Ich freue mich schon auf die Reise nach La Réole. Das tollste daran ist auch,  dass der Partner meiner Freundin der Bruder meines Austauschpartners ist, und wir dadurch wahrscheinlich in die gleiche Familie kommen. Etwas gewundert hat mich, dass mein Austauschpartner sehr wenig gesprochen hat,  und  ich mein Französisch dadurch nicht wirklich aufbessern konnte. Wir haben aber trotzdem oft gelacht. Er war einfach sehr schüchtern. An dem freien Wochenende waren wir bei einem Fußballspiel, haben einen Film auf Französisch  geschaut, ich habe mich mit einer Freundin getroffen, wir waren in einem Museum, im Zoo und haben uns die Frauenkirche angeschaut. Dadurch, dass mein Partner nicht viel gesagt hat, wissen wir nicht genau, ob es ihm gefallen hat. Ich glaube und hoffe aber schon. Lena Großmann, Klasse 8/3

Ich habe mich an dem Austausch beteiligt, weil ich es interessant fand, so etwas auszuprobieren, und weil ich gehofft habe, dass sich dadurch meine Französischkenntnisse etwas verbessern würden. Außerdem wollte ich auch mal Frankreich kennenlernen, weil ich nur einmal dort war, und das war an der Grenze zu Deutschland. Ich möchte nun auch mal nach Frankreich, um das französische Leben kennen zu lernen. Deshalb möchte ich unbedingt nach Bordeaux, auch, weil ich meinen Austauschpartner wiedersehen und dessen Familie kennenlernen möchte. Bis jetzt fand ich den Austausch sehr schön. Es gab im Grunde nichts, worüber ich mich geärgert habe. Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass mein Austauschpartner so viele unterschiedliche Sachen in Sachsen sehen konnte. Dazu haben wir persönlich beigetragen, indem wir am Samstag in dieser Austauschwoche mit den Familien Lindackers, Hodenberg und Gerstenberg, die auch alle einen Austauschschüler hatten, in das Elbsandsteingebirge gefahren sind. Aber ich habe auch gemerkt, dass sich mein Austauschschüler bei seinen Schulkameraden wohler gefühlt hat als bei uns zuhause. Das heißt nicht, dass er sich bei uns nicht wohl gefühlt hat, im Gegenteil, ich hatte den Eindruck, dass er die Zeit genauso schön empfunden hat wie ich. Und am Programm würde ich nichts ändern, es ist perfekt. Niklas Schäffer, Klasse 8/3

Verantwortliche Lehrerinnen: Frau Doering-Neumann und Frau Jawi