Lößnitzgymnasium
Radebeul

Schüleraustausch mit der Ukraine

Seit April 2011 bietet das Lößnitzgymnasium Radebeul nun auch den Russischschülern die Möglichkeit, an einem Austausch in den ostslawisch sprechenden Raum teilzunehmen.

Unsere Partnerschule ist die 5. Mittelschule in Obuchiv, Radebeuls Partnerstadt vor den Toren Kiews.

Im zweijährigen Rhythmus empfangen wir im Frühjahr Schüler aus Obuchiv in Radebeul, im Herbst des jeweiligen Jahres besuchen wir die Partnerschule in der Ukraine. Während des Austauschs, der auch Unterrichtsbesuche beinhaltet, sind die Schüler in Gastfamilien untergebracht.

Schüleraustausch nach Obuchow vom 14.09.-24.09.2016

Wer Lust hat, eine spannende und aufregende Reise mit netten Leuten zu erleben und dabei noch Neues zu lernen, sollte an einem Schüleraustausch teilnehmen. Dies ist eine tolle Möglichkeit mit einer Gruppe zusammenzuwachsen, mit welcher man an dem Austausch teilnimmt. Zum anderen erlebt man in der Gastfamilie, in welcher man aufgenommen wird, eine herzliche Aufnahme wie ein eigenes Kind und lernt viele neue Sitten und Traditionen kennen. So erlebte auch ich es während unseres Austausches nach Obuchow , in der Nähe von Kiew, vom 14.09.- 24.09.2016. Mit dabei waren Schüler aus den Russischklassen der Jahrgänge 10 und 11, so dass insgesamt 11 Schüler und zwei Lehrer, Frau Schubert-Erkrath und Frau Richter, mitfuhren. In dieser Gruppe verbrachten wir auch jeweils die zwei Tage Hin-und Rückfahrt mit dem Zug – von Dresden nach Berlin, weiter nach Warschau und anschließend nach Kiew. Ich persönlich habe mich während des Austausches bei meiner Gastfamilie sehr wohl gefühlt und mich auch auf Anhieb mit meiner Austauschschülerin Olga verstanden, weshalb die Sprachbarrieren viel leichter überwunden werden konnten. In den Gesprächen nutzten wir verschiedenen Sprachen, wobei sich einige fast nur auf Englisch unterhielten und andere nur auf Russisch. Mit dem Englischen ging es relativ einfach, aber Russisch tagtäglich von früh bis abends zu sprechen, fiel mir dann doch schwerer. Oftmals fehlten mir bzw. uns eine Menge an Vokabeln. Doch mit Händen und Füßen klappte die Verständigung ganz gut. Nach einigen Tagen funktionierte die Kommunikation und das hat das gute Verhältnis zwischen den Lögyanern und den ukrainischen Gastfamilien noch gestärkt. Besonders die abendlichen Zusammenkünfte in der Familie, die Gespräche mit den anderen Schülern sowie das Anschauen von Bildern habe ich sehr genossen. Da hatte ich das Gefühl, als ob wir uns schon ewig kennen. Sowohl bei allen Ausflügen als auch den Besuchen der Partnerschaftsschule entwickelte sich ein großes Gemeinschaftsgefühl zwischen deutschen Gästen und ukrainischen Gastgebern. Wir sahen uns das Museum des Zweiten Weltkrieges und am nächsten Tag das von Tschernobyl an. Beide fand ich sehr interessant, aber vor allem symbolträchtig. Besonders in dem Museum zum Zweiten Weltkrieg war es beeindruckend und lehrreich, die Geschichte aus der Sicht eines anderen Landes zu sehen. Aber auch das Höhlenkloster und die anderen Kirchen bzw. Kathedralen beeindruckten mich und die anderen sehr. In den Kirchen wusste ich nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte, denn die Wände waren prunkvoll mit Heiligen und Ikonen bemalt, mit Gold geschmückt, wie z.B. die Sophienkathedrale oder die Michalskijkathedrale. An fast jedem Tag fuhren wir nach Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Davor verbrachten wir vier Stunden in der Schule, entweder alleine oder in anderen Klassen. Wir besuchten den Unterricht in den Fächern Russisch, Deutsch, Englisch, Geographie, Geschichte, Handarbeit sowie Sport und Schwimmen. Wenn ich jetzt im Nachhinein sagen müsste, was mir am besten von der ganzen Reise gefallen hat, könnte ich mich nicht entscheiden. Der Höhepunkt war am Samstag, wo wir das Stadtfest in Obuchow erlebten, was ebenfalls beeindruckend war und davor die Übergabe der Plakate an das Heimatmuseum, welche wir schon ein halbes Jahr lang in der Schule und in unserer Freizeit zum Thema Kriegsgefangenschaft erstellt hatten. Den Sonntag genossen wir dann ganz im Kreise unserer Gastfamilie mit Ausflügen oder nochmals bei dem Stadtfest. Insgesamt fiel allen der Abschied von der Familie und den Austauschschülern am Ende unseres Aufenthaltes sehr schwer, da wir alle ins Herz geschlossen hatten. Deshalb werden wir auf jeden Fall den Kontakt per E-Mail oder auf dem Postweg bis zu unserem Wiedersehen im nächsten Jahr halten.

Maria Nitzsche, Kl. 10/1